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Neuerscheinung 2020:

Der Weg des Spiegels

Eine fantastische Reise in das Selbst
Was eine Eule über das Leben weiß und
warum die Stille nicht leer ist ...

Ein mysteriöser Zwischenfall befördert den resignierten Tom in eine magische parallele Dimension, in der er mit seinen aktuellsten Lebensthemen konfrontiert wird. Dabei erkennt er die destruktiven Muster, die ihn daran hindern, sein volles Potenzial zu leben.
Auf seiner abenteuerlichen Erkenntnisreise erfährt er einige der größten Geheimnisse der Welt, die ihn schließlich zu sich selbst und dem Sinn des Lebens führen.

Die inspirierende Erzählung einer spirituellen Reise zu positivem Denken, Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung.
Eine Geschichte über universelle Zusammenhänge, Motivation und den Glauben an sich selbst.
Cover Der Weg des Spiegels
Der Weg des Spiegels
Die inspirierende Erzählung einer spirituellen Reise zu positivem Denken, Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung.
Eine Geschichte über universelle Zusammenhänge, Motivation und den Glauben an sich selbst.​

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Sarah Maynight

Der Weg des Spiegels

Kapitel 11

Der Becher wärmte meine Hände und ich betrachtete die Arabesque am Rand des Gefäßes. Dankbar nahm ich einen Schluck. Der Geschmack von Kardamom, Nelken, die Schärfe von Ingwer und die Süße von Zimt erfüllten meinen Mund. Ich zog meine Knie noch näher zu mir heran und genoss die abstrahlende Wärme des Feuers vor uns.

Die Flammen schienen im Wind zu tanzen und das Pfeifen der Böen rauschte in meinem Kopf. Alles um mich herum wurde plötzlich so laut und bekam eine ungeahnte Präsenz. Das Knacken des Feuers, wie das Gehölz aufplatzte, das Scharren der Käfer, das Wasser im Topf, mein Atem und dann war da dieses dumpfe Klopfen, das aus meiner Brust drang. Mein Herzschlag. Hypnotisiert vom rhythmischen Urgeräusch meines Herzens fiel ich in Trance. Meine ganze Aufmerksamkeit zog sich in mich hinein. Der Becher kippte mir aus der Hand. Ich ließ mich auf den Rücken in den Sand fallen und blickte in die unendliche Weite des Kosmos. Mein Geist fühlte sich weich und empfänglich an, wie betrunken und war doch hellwach und klar zur gleichen Zeit. Eine merkwürdige Mischung. Die Sternenkonstellation über uns schien sich leicht zu drehen, als wäre es eine Aufnahme im Zeitraffer. Ich spürte eine Verbindung zu irgendetwas dort draußen. Die Wüstenfrau legte sich dicht neben mich und tat es mir gleich. Ihr Körper berührte meine komplette Seite, von der Schulter bis zum Bein. Ich nahm es kaum mehr wahr. Denn ich war bereits weit fort.

( … unten gehts weiter)

"Ich fand das Buch einfach klasse. Der Schreibstil ist kraftvoll und sehr präzise. Ich war durch den Wortreichtum direkt in der Story gefangen und wurde irgendwie „Teil“ von ihr. Weiter so!!!!"

Claus F. - Leserstimme

In Gedanken flog mein Bewusstsein einmal rund um den Erdball und registrierte all die verschiedenen Länder, Kontinente, Landschaften, Städte und Wohnsiedlungen. Alles ging fließend ineinander über. Grenzen waren willkürlich gesetzt und nur eine Illusion. Unter der von Menschen gezogenen Markierung ging die Erde ununterbrochen weiter. Es gab kein Israel, kein Palästina, kein Deutschland, Polen oder Mexiko, keine Vereinigten Staaten von Amerika. Nur Erde. Land. Ein unendlicher Weg, der nirgendwo aufhörte. Der selbst unter Wasser über den Grund alles miteinander verband. Ich fühlte mich weder als Spanier, als Ire, noch als Chinese. Ich war auf diesem Planeten Erdenbürger und nicht mal dort hörte es auf, denn das Universum war immens.

»Spürst du die Grenzenlosigkeit, die Weite allen Seins?«, flüsterte sie kaum hörbar.

»Ja«, sagte ich und ließ mir Zeit bei meiner Antwort, »ich stelle mir vor, wie alle Menschen, von überall aus, in den Kosmos aufsehen. Zum gleichen Himmel, den gleichen Sternen, dem gleichen Mond. Ich finde, das schafft eine Verbindung zwischen allem, den Orten und den Menschen.«

Sie ließ meine Worte wirken und sagte dann:

»Im Geist kann ich überall sein, mich überall hindenken. Ganz leicht. Ich sehe diese Sterne von hier und ich kann sie von dort sehen. Ich bin ungebunden. Mein Körper liegt hier, aber mein Geist ist frei.«

Ihr Satz schwang durch meinen Kopf und ich bewunderte meine transzendentale Erfahrung. Sie fuhr fort:

»Wenn du schläfst, erwacht deine Essenz. Wenn du wach bist, schläft sie wieder ein. Jede Nacht reise ich im Geist, wohin es mich zieht. Manchmal möchte ich nur die Wärme der Einheit mit allem spüren und den Rausch der grenzenlosen Freiheit. Entfesselt vom kleinen Leben in diesem Körper, dem Haus, dieser Arbeit, den Menschen, einem Ort. Ich bin so viel mehr als das. Die Perspektive ist so eng und klein. Es tut so gut, jede Nacht ausbrechen zu können, um wieder das Ganze zu sehen. Das gibt mir die Kraft, die Erfahrung in der Enge zu leben. Es ist wie ein Herzschlag. Wie die Atmung des Universums. Ich werde ganz eng und dann weite ich mich wieder aus. Danach werde ich wieder klein und dann wieder grenzenlos. Ist es nicht wunderschön?«

»Wer atmet das Universum?«, fragte ich und sah weiter in die Sterne.

Der Weg des Spiegels

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